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Die Wettkampfordnung des ÖBSV


Die Wettkampfordnung des ÖBSV entstand in den Jahren 1993/94 und trat mit 1.6.1994 in Kraft. 2000 wurde die WKO nochmals überarbeitet und leicht abgespeckt. Weitere Ergänzungen und Änderungen werden jährlich in der Länderkonferenz diskutiert und beschlossen, die Grundstruktur aus dem Jahr 1994 blieb aber im Wesentlichen erhalten.

Vor der WKO gab es keine schriftliche Zusammenfassung der im Vorstand, in der Länderkonferenz oder der Generalversammlung beschlossenen Regelungen in den Bereichen Administration und Wettkampf. Vereine, die dem ÖBSV beitraten bzw. Schützen, die ihre ersten Turniere bestritten, konnten Beschlüsse der vergangenen Jahre nur mühsam aus diversen Protokollen zusammentragen, sofern die entsprechenden Protokolle für sie überhaupt zugänglich waren. Die WKO räumte mit diesem Problem auf.

Sie fasste die Beschlüsse der verschiedenen Verbandsorgane, die für Vereine bzw. Schützen bindend sind, zusammen. Darüber hinaus wurde die WKO durch Informationen, Hinweise und Empfehlungen ergänzt.

Leider wurde es verabsäumt, jeweils klar zu legen, ob es sich bei einem Absatz um eine bindende Regelung oder eine bloße Empfehlung handelt. Beispielsweise ist der Passus über die Angabe der Kontonummer auf einer Ausschreibung sinngemäß als Empfehlung, nicht aber als bindende Vorschrift zu verstehen, Das Fehlen der Kontonummer auf einer Ausschreibung zieht keinerlei Konsequenzen nach sich, sieht man von den daraus dem Veranstalter erwachsenden Nachteilen ab. Andererseits sind Angaben zur Bekleidung unbedingt einzuhalten und können bei Nichtbeachtung zu Sanktionen bis hin zum Ausschluss führen.

Große Probleme bereitet insbesondere die fehlende Kennzeichnung darüber, wer die Kompetenz hat, eine Regelung zu beschließen oder zu ändern. Für Beschlüsse über die Änderung der Mitgliedschaft bei einem internationalen Verband ist bspw. die Generalversammlung zuständig. Regelergänzungen im sportlichen Bereich fallen in weiten Teilen in den Kompetenzbereich der Länderkonferenz, teilweise aber auch in den des jeweiligen Sportwarts. Zahlreiche administrative Fragen, wie die Vorgehensweise beim Verlust eines Lizenzpickerls, werden durch den Vorstand geregelt. Alle Regelungen werden unabhängig von der Beschlussfassungskompetenz und ohne einen Hinweis auf das zuständige Verbandsorgan in der WKO zusammengefasst.

Absatz 1.4 der WKO besagt, dass Änderungen in der WKO der Beschlussfassung und Genehmigung der Länderkonferenz bedürfen. Teilweise betrifft dies tatsächlich Inhalte und manchmal nur die Übernahme einer Regelung eines anderen Organs. Dieses Überschneiden von Kompetenzen führt stets aufs Neue zu Problemen und Missverständnissen. Nur eine unmissverständliche Zuordnung der Zuständigkeit an das entsprechende Verbandsorgan könnte in der WKO Klarheit schaffen.

Die WKO richtet sich also an verschiedene Zielgruppen und beinhaltet damit Informationen für Vereinsobmänner, Schützen, Schiedsrichter usw. Für den Schiedsrichter aber auch für den Schützen ist somit nur ein Teil der Regeln von Bedeutung ist. Bspw. wird der Bereich "Terminschutz für Veranstaltungen" durch das Sekretariat überwacht und Bedarf keiner weiteren Beachtung durch den Schützen, sobald eine Turniereinladung über eine Genehmigungsnummer des ÖBSV. Auch die Vorschriften zu Turnierausschreibungen sind für den Schützen nicht wirklich von Belang.

In der nachstehenden Tabelle wurde versucht jene Paragraphen der WKO aufzuzählen, die für den Schützen und für den Schiedsrichter von Interesse sind. Genannt werden dazu jeweils jene Absätze, denen besondere Bedeutung zukommt. Im Bereich der Sicherheit (§ 21 - 26) wurde bewusst auf jede Einschränkung verzichtet. Die Nummerierung bezieht sich auf die derzeit gültige Version der WKO 2006.

Die jeweils aktuelle Version der WKO steht auf der Homepage des ÖBSV kostenlos zum Download bereit.

§ Inhalt Abs.
5 Schiedsrichterwesen, Turnierleitung, Funktionäre, Betreuer, Zuschauer 7, 8, 10
8 Werbung und Bekleidung 3, 4, 6
10 Strafen, Proteste, Einspruch, Berufung 1, 7 - 10
11 Doping 7, 8
13 Runden auf Scheibe im Freien (Outdoor) 3 - 7
14 Runden auf Scheibe in der Halle (Indoor) 2 - 4
15 Feldbogenrunden 3 - 5
16 Zusammenfassung der ÖBSV-Regelergänzungen 6, 7
17 Meisterschaften 6, 7
18 Rekorde und Bestleistungen 5, 8
19 Nationale und internationale Leistungsabzeichen 1, 2, 4 - 7
20 Strafenkatalog 1 - 4
21 - 26 Sicherheitsbestimmungen alle


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