| | |

Übersicht      <<      2006 (1)      >> 

Die Ausbildung zum ÖBSV-B-Schiedsrichter


Voraussichtlich Ende April 2006 wird es im Osten Österreichs wieder die Möglichkeit geben, im Anschluss an einen Wochenendlehrgang die Prüfung zum ÖBSV-B-Schiedsrichter abzulegen. Die detaillierte Ausschreibung war zu Redaktionsschluss noch nicht verfügbar, wird aber wohl bis zum Erscheinen der Ausgabe auf der Homepage des ÖBSV zum Download bereit stehen.

Wie wird man ÖBSV-B-Schiedsrichter?

Der ÖBSV ist als Mitglied verschiedener internationaler Verbände verpflichtet, nationale Schiedsrichter auszubilden. Diese Schiedsrichter sollen auf Turnieren des ÖBSV, insbesondere aber solchen, die zum Erwerb eines FITA-Leistungsabzeichens oder zum Erzielen eines Weltrekords berechtigen, für die Einhaltung der Regeln sorgen.

Dieser Grundsatzerklärung folgend bietet der ÖBSV regelmäßig Wochenendseminare an.

Die Prüfung erfolgt im Rahmen dieser Seminare getrennt nach den Bereichen FITA bzw. EAA/IFAA und kann in einem oder beiden Bereichen abgelegt werden. Im Anschluss daran erhält der Kandidat den Grad ÖBSV-B-Schiedsrichter FITA bzw. ÖBSV-B-Schiedsrichter EAA/IFAA je nach Ausbildungsbereich. Damit ist er berechtigt, entsprechend dem Status des Turniers ein Turnier aus dem entsprechenden Bereich zu leiten oder im Rahmen dieses Turniers als Schiedsrichter eingesetzt zu werden.

Nach 3-jähriger Praxis wird, sofern nicht bereits vorzeitig eine Prüfung aus dem anderen Bereich abgelegt wurde, die Kompetenz auf den jeweils anderen Bereich erweitert und der Grad ÖBSV-B-Schiedsrichter ohne weitere Prüfung zugesprochen.

Bei entsprechendem Interesse besteht dann die Möglichkeit, sich der Ausbildung zum ÖBSV-A-Schiedsrichter zu unterziehen.

Wer kann ÖBSV-B-Schiedsrichter werden?

Generell kann jeder ÖBSV-Schiedsrichter werden, der dem ÖBSV über einen Verein angehört und österreichischer Staatsbürger ist bzw. in den letzten 3 Jahre seinen ordentlichen Hauptwohnsitz in Österreich hatte.

Welches Vorwissen wird erwartet?

Vorausgesetzt wird das Wissen eines "erfahrenen" Schützen. Die Wertung eines Pfeils sollte grundsätzlich kein Problem darstellen. Schießen und Schießreihenfolge sind aus der Praxis geläufig. Die Geräteklassen sind einigermaßen vertraut. Und aus eigener Erfahrung hat man schon den einen oder anderen Problemfall erlebt und beobachtet, wie Schiedsrichter damit umgehen.

Für die Ausbildung selbst sind die entsprechenden Abschnitte im Regelbuch, der WKO bzw. der "Regeln für die Durchführung von Jagdbogen und 3-D-Turnieren" eigenständig zu erarbeiten. Die Grundlagen werden zu einem guten Teil im Zuge des Seminars mit starkem Bezug zur Praxis wiederholt. Diese Wiederholung reicht aber nicht aus, die Vorbereitung zur Prüfung vollständig abzudecken.

Was muss ich zum Seminar mitbringen?

Neben dem auf der Ausschreibung angeführten Utensilien wie Schreibzeug, Regelbuch und festem Schuhwerk sollte ein eigenes Pfeiferl zur Ausbildung mitgebracht werden.

Was wird bei der Prüfung verlangt?

Die Prüfung erfolgt mündlich, wobei auch hier wieder versucht wird, das Wissen an praktischen Beispielen und Fragestellungen aus der Praxis zu testen. Einen Schwerpunkt bilden die Bewertung von Pfeilen, das Auftreten eines Schiedsrichters, Nachvollziehbarkeit der Entscheidungsfindung und Sicherheit bei der Regelauslegung in all jenen Fällen, in denen kurzfristig kein Kollege zu Rate gezogen werden kann, bspw. bei Gefahr im Verzug oder bei Entscheidungen am Parcours, die keinen Aufschub dulden.

Bei der Prüfung dürfen alle Unterlagen inklusive Regelbuch, WKO etc. verwendet werden. Die Frage nach Entfernungen von Scheiben im Feldschießen dienen somit primär dazu, den Umgang mit dem Regelbuch aufzuzeigen. Ein gut vorbereitetes Regelbuch mit Indexmarken und kommentierten Absätze kann von Vorteil sein und ist selbstverständlich zulässig.

Wie kann ich mich anmelden?

Die Anmeldung erfolgt schriftlich an den ÖBSV. Die Details zur Anmeldung können der jeweiligen Kursausschreibung entnommen werden.

Und wenn ich noch weitere Fragen habe?

Eine überabreitungswürdige aber dennoch grundsätzlich brauchbare Beschreibung des Schiedsrichterwesens in Österreich findet sich in den "Organisations- und Ausbildungsbestimmungen für den ÖBSV-Schiedsrichter" bzw. im Internet in den Organisations- und Ausbildungsbestimmungen für den ÖBSV-Schiedsrichter auf dieser Homepage.

Und natürlich beantworte ich Fragen, die diesbzgl. an mich gestellt werden.


Übersicht      <<      2006 (1)      >>