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Vereinswechsel


Wer einmal einen Blick in die WKO (Wettkampfordnung) des ÖBSV geworfen hat, der findet darin neben den speziellen Regelanpassungen für Wettkämpfe in Österreich sowie den Sicherheitsbestimmungen auch einen breiten administrativen Teil. Dieser Teil wird für den Schützen interessant, wenn er etwa in die Lage kommt, den Verein zu wechseln.

Der Vereinswechsel ist in der WKO sehr genau und detailliert geregelt. Notwendig wurde diese Regelung ursprünglich aufgrund eines Streitfalls. Ein Schütze hatte innerhalb eines laufenden Jahres den Verein gewechselt und war auf diese Art in zwei verschiedenen Bundesländern Landesmeister geworden. Ein Streit entbrannte, zumal es zusätzlich um Fördermittel ging. Der Ruf nach einer Regelung ertönte und ein entsprechender Passus wurde in die WKO aufgenommen.

Die WKO wurde damals in Anlehnung an die WKO des Radsportverbands erstellt. Hier muss der Vereinsübertritt exakt und sehr streng geregelt werden, geht es in diesem Bereich doch um Gagen und Prämien im € 100.000,– Bereich. Diese exakte Regelung mag dem einen oder anderen trotz zwischenzeitlicher Lockerung zu streng erscheinen (Anm.: ursprünglich war ein Vereinsübertritt nur und ausnahmslos im Oktober zulässig!). Ich denke aber, dass im Streitfall eine exakte Regelung durchaus Sinn macht. Die Regelung dient auch der Erleichterung der Arbeit im Sekretariat, die dermaßen angewachsen ist, dass sie ohne tatkräftige Unterstützung durch unsere Präsidentin von einer Halbtagskraft alleine nicht mehr bewältigbar wäre.

Die Regeln kommen also nur im Ausnahmefall zum Tragen. Wer seinen Vereinsübertritt zwischen Oktober und Jänner erledigt, liegt im grünen Bereich und braucht sich um die weiteren Regelungen nicht zu kümmern. Der neue Verein stellt einen Antrag auf Ausstellung einer Lizenz und der alte Verein streicht das Mitglied aus seiner Liste. Das war es dann schon. Soweit ich weiß, werden vom ÖBSV in einem solchen Fall keine weiteren Überprüfungen wie schriftliche Abmeldung, Freigabe des alten Vereins etc. durchgeführt. Es herrscht Einvernehmen und der Wechsel nimmt seinen Lauf.

Wer allerdings Schwierigkeiten befürchtet, dem rate ich dringend, alle Schritte wie in der WKO festgelegt, einzuhalten, also

In jedem Fall gilt die neue Lizenz erst im neuen Jahr. Ausnahmen dazu sind Vereinsauflösungen oder das Einstellen des Sportbetriebs im alten Verein. Die Regelungen zu diesen Ausnahmefällen können der WKO entnommen werden.

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